Sontiges zu Iaido
Hier finden sie....Infos zum Thema Iaido:
Impresionen
Das Üben kann zu einem Meisterwerk des Augenblicks werden.
Bei dem der Übende und sein Meister, den nicht vorhanden Gegner
tatsächlich sehen können.
Während andere nur das Geräusch zerschnittener Luft hören.
- Tuschbild von Musashi
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Die Wahl des richtigen Schwertes

- Jap. Holzschnitt von Toshusai Sharaku um 1794
Schwertlänge Methode 1:
Folgende Werte gelten in etwa für die Schwertlängen im Verhältnis zur Körpergröße:
Schwertlänge: 2,45 2,5 2,6 in Shaku (30,3cm)
Körpergröße: 1,65 1,75 1,85 in Meter
Schwertlänge Methode 2:
Man hält das Schwert am locker herabhängenden Arm seitlich neben dem Körper, nahe an der Tsuba.
Wenn die Spitze nun knapp über dem Fußboden ist und man das Schwert locker vor und zurück schwingen kann, ohne das es den Boden berührt, ist die Länge richtig. Allerdings variieren dies bei Einzelnen.
Ein paar Zentimeter mehr oder weniger ändern viel am Gewicht und damit beim Schwertgefühl. Bei einem zu schweren Schwert ist es wegen der Beschleunigungskräfte nicht möglich mit dem Schwert "zusammen zu bleiben", man verliert seine Mitte.
Tipp:
Ein Teste mit den Schwertern deiner Trainigspartner schaft schnell Klarheit.
Interview mit Bruno Schilling 7. Dan Kyoshi:
Frage:
Sie hatten ja schon früh mit dem Kampfsport begonnen. Wenn ich das richtig weiß, haben Sie schon als Jugendlicher viele Jahre Judo und Karate trainiert. Wann kam es zu Ihrem 1. Japanbesuch und warum?
Bruno:
Mein erster Besuch in Japan war 1984 zum Anlass der Totenfeier unseres Buddhistischen Lehrers Yuho Roshi . Er war Abt der Eigen-Klöster in den Bergen von Shigaken (eine Stunde Busfahrt von Kyoto aus) und war 1973 von Karlfried Graf Dürckheim nach Deutschland eingeladen um Zen zu unterrichten.
Frage:
Dann hatte Ihr 1. Besuch ja nicht so viel mit Kampfsport/Kampfkunst zu tun. Hatten Sie nicht Interesse in einem Dojo zu trainieren?
Bruno:
Das war in dieser Zeit der Zen-Studienreise nicht möglich, aber ich knüpfte Kontakte und hatte die Möglichkeit ein Jahr später im Haustempel (Kobe) der
Familie von Yuho Roshi unterzukommen.
Frage:
Für welche Kampfkunst hatten Sie ein Dojo gesucht?
Bruno:
Aikido. Zu diesem Zeitpunkt übte ich bereits acht Jahre Aikido im Deutschen Aikido Bund und war sehr interessiert daran in Japan meine Studien fort zu führen.
Frage:
Wie kam es dazu, dass Sie begonnen haben Iaido zu lernen einer doch eher unbekannten Kampfkunst?
Bruno:
Mein Wunsch ein Aikido-Dojo zu finden war mit der Auflage verbunden Iaido zu lernen. Ein Tempelmitglied, das für mich verantwortlich war, (Herr Okamoto Sensei, achter Dan Iaido), wollte unbedingt einen deutschen Schüle unterrichten und nur nach meiner Einwilligung zur Iaido Lehre, machte er sich auf die Suche nach einem privaten Aikido-Dojo. Das ist wohl eine Anekdote, aber inzwischen habe ich den 7. Dan Kyoshi und bin verantwortlicher „chairman" unserer Schule in Deutschland.
Frage:
Wie ging es dann weiter?
Bruno:
Durch diesen Umstand bin ich dann einige Wochen später offiziell und unter Wahrung aller jap. Höflichkeitsregeln Herrn Shimamoto vorgestellt worden und er akzeptierte mich als Schüler. Ab diesen Zeitpunkt war ich zwischen 1985 und 1992 jährlich zwischen zwei und sechs Monaten in Japan um dort Aikido und Iaido zu studieren.
Frage:
Was machten Ihr Zen-Studien in Japan?
Bruno:
1988/89 studierte ich drei Monate als Laienmönch im Kloster Eigenji Zenbuddhismus, was einen großen Einfluss auf mein Budoverständnis ausübte.
Da Shimamoto Shihan Zenpriester ist, war mein Blick für Seine Waza dadurch etwas klarer geworden.
Nach 1992 war ich aus familiären Gründen am Reisen verhindert, aber nach dem Erdbeben in Kobe 1995 half ich in unserem Haustempel bei den Abrissarbeiten.
Ab diesem Zeitpunkt war ich im Abstand von zwei Jahren in Japan um weiter im Bereich Zen/Aikido/Iaido zu üben.
Frage:
Sie haben ja bereits 2 Reisen, 1992 und 2001, mit unserer Gruppe nach Japan durchgeführt. Sicherlich wird es den ein oder anderen interessieren, wie Ihr dort untergebracht gewesen seid.
Bruno:
Mit der Gruppe in Japan sind wir in einem Zen-Dojo untergebracht (Goshukaku Dojo) das von Yasusada Seki, dem Sohn Yuho Roshis geleitet wird, und das extra für ausländische Übende eingerichtet ist (Klosteralltag).Ganz in der Nähe befindet sich das Miyamoto Musashi Ken-Dojo, in dem wir jeden Tag üben konnten.
Frage:
Wie würden Sie Ihre Gruppe kurz beschreiben?
Bruno:
Unser Dojo hat mittlerweile 35 Übende. Dabei Überschneiden sich Aikido, Iaido und Zen. Das Iai-Dojo (Ren-shin-kai) ist direkt angegliedert an Osaka / Nippon Iaido-Renmai und die Schule heißt: Muso-Jikiden-Eishin-Ryu. Das Za-zen-kai hat auch seine direkte Anbindung an Japan. Einmal jährlich kommt der Sohn unseres Lehrers Yuho Roshi, Yasusada Seki, um das Sesshin (Za-Zen über mehrere Tage) zu leiten.
Im Aikido haben wir uns dem holländischen Verband, Shoryukai Niederlande angeschlossen.
Damit sind wir ganz offiziell an das Dojo von meinem Lehrer, Katsuyuki Shimamoto, 8. Dan, dem Toyonaka Shosenji-Aikikan-Dojo Osaka in Japan und somit auch dem Aikikai So Hombu Dojo in Tokyo angegliedert.
Vielen Dank für das Interview.



