Iaido
Iaido ist eine der traditionellen japanischen Budo Künste, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Die sich mit dem Schwertziehen und Schneiden in der gleichen Bewegung befasst. Die typische Form besteht in Ziehen und Schneiden, ein vollendender Schnitt, der Reinigung der Klinge und der Rückführung des Schwertes in die Scheide. Alles während man den imaginären Gegner nicht aus den Augen läßt.
Die Schüler bemühen sich Stärke, Präzision und Perfektion in den Formen zu erreichen. Auf dem Weg lernen sie Balance, Grazie und die Kontrolle sowohl über den Körper als auch den Geist. Iaido befaßt sich eher mit alltäglichen Situationen als mit denen auf dem Schlachtfeld.
Der Begriff ”Iai” stammt aus dem japanischen Satz: ”Tsune ni ite, ni kyu awasu”.
Sei bereit
Was auch immer wir tun und wo immer wir uns auch befinden, wir müssen zu jeder Zeit bereit sein. Der Kampf entscheidet sich noch bevor man zieht. Die Techniken selbst befassen sich mit vielen Situationen wie etwa einem plötzlichen Angriff durch mehrere Gegner, ein Überraschungsangriff während man sich zu jemandem verbeugt, einen Feind der hinter einer Schiebetür wartet oder ein Angriff in einem abgedunkelten Raum. Die Varianten sind sehr vielfältig.
Die unterrichtete Form, ist die des, Musō Jikiden Eishin-ryū.

Musō Jikiden Eishin-ryū ist ein Schwertkampfstil des Koryū. Er zählt zu den am weitesten verbreiteten heute noch praktizierten Stilen im Iaidō. Sinngemäß kann der Name mit “unvergleichliche, unmittelbar überlieferte Schule des Eishin” übersetzt werden.
Im Iaidō spiegelt sich die Zen-Philosophie wider. Man kämpft nicht gegen einen echten Gegner, sondern man “spiegelt” sich selbst.
Man versucht seine eigenen Fähigkeiten zu meistern und seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Das Ziel beim Iaidō ist, sich auf die exakte und sichere Ausführung der Kata zu konzentrieren und die Einheit von Körper, Geist und Schwert zu entwickeln (Ki-Ken-Tai-Ichi). Ursprünglich wurden vielfältige Formen geübt, um körperlich jeder Gefechtssituation gewachsen zu sein und angemessen zu reagieren.
Es wird gelehrt, daß die Meisterschaft erreicht wäre, wenn man eine Situation beherrscht ohne das Schwert zu ziehen. Das erfordert die Entwicklung einer starken Persönlichkeit durch langjährige Übung.
Formen, die sogenannten Kata, werden mit dem Katana bzw. dem Iaitō alleine ausgeführt. Bei beiden handelt es sich um japanische Schwerter mit voller Montierung, jedoch ist das Iaitō nicht geschärft und besteht oft aus Aluminiumlegierungen anstatt aus Stahl.
Aus Sicherheitsgründen bleibt die Verwendung eines echten Katana jedoch den fortgeschrittenen Graden vorbehalten.
Empfehlung für Anfänger
Anfänger starten mit einem hölzernen Übungsschwert, dem Bokken, und einer entsprechenden Schwertscheide, der Saya. Danach wird ein Iaito empfohlen, also ein metallenes Trainingsschwert mit voller Montierung. In keinem Fall ein scharfes Stahlschwert.
Empfohlene Trainingskleidung für Anfänger: Eine Karatehose mit T-Shirt und Budogürtel oder natürlich eine Hakama mit Obi und Gi.






