Donnerstag, 09 Sep 2010
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Judo Drucken
Geschrieben von: Webmaster 1. BBC   
Samstag, 26. Dezember 2009 um 19:57 Uhr

Judo - "der sanfte Weg"- ist ein Sport, den man von drei bis 80 Jahren betreiben kann. Entweder aus reiner Freude am Sport und der Bewegung, als Selbstverteidigung oder als Wettkampfsport - je nach Interesse oder Neigung.

Entwicklung des Judo

Judo, eine vergleichsweise noch junge Sportart, wurde erst vor ca. 110 Jahren in Japan von Professor Jigoro Kano aus dem Jiu-Jitsu entwickelt.

Der Berliner Erich Rahn gründete bereits 1906 die erste Jiu-Jitsu Schule in Deutschland. Alfred Rhode übernahm nach dem 1. Weltkrieg das Erbe Rahns. Er widmete sich jedoch mehr dem von Jigoro Kano entwickelten Judo. In Deutschland gilt Alfred Rhode somit als Vater des Judo. Er bemühte sich um namhafte Lehrer aus dem Ausland, insbesondere aus Japan, die er 1932 anlässlich einer Sommerschule in Frankfurt/Main einem interessierten Publikum vorstellte.

Bedingt durch die Kriegsjahre und dem Verbot des Judo durch die alliierten Besatzungsmächte, wurde die weitere Entwicklung des Judo in Deutschland verzögert. Der Deutsche Judo-Bund e.V. (DJB) wurde 1953 gegründet. Die Landesverbände etablierten sich nach und nach. Auch in Baden nahm die Entwicklung dieser zunächst fremdartigen Sportart mit der Gründung des Badischen Judo-Verbandes e.V. (BJV) im Jahre 1955 ihren Lauf.

So schließt sich heute der 1. Bruchsaler Budo-Club e.V. (1.BBC) mit seinem 30-jährigem Bestehen der Reihe der Traditionsvereine im Badischen Judo-Verband an. Die Judo-Abteilung des 1. BBC war die erste Abteilung des Vereins, der 1967 unter dem Namen 1. Bruchsaler Judo-Club in das Vereinsregister eingetragen wurde.

Was ist Judo?

Judo ist für jeden Menschen etwas anderes. Für den einen macht es einfach nur Spaß, für den anderen ist es ein Sport, für den Nächsten ein Fitness-Programm oder ein Treff mit anderen Menschen, manche sehen es als Selbstverteidigungstraining und für einige ist es der Weg des Lebens. Doch im Grunde ist es alles das zusammen. Judo ist eine vielseitige Zweikampfsportart mit hohem Freizeitwert. Dabei zeichnen Selbstbeherrschung, Konzentration, Beharrlichkeit und blitzschnelles Reaktionsvermögen den erfolgreichen Judoka aus. Ein Anfänger hat oft mit Schwierigkeiten zu kämpfen, die ihm den Zugang zu einem bewusst erlebten, freudevollen Judo versperren. Durch ständiges Üben mit gut ausgebildeten Trainern und dem Anfänger entgegenkommender Lehrmethoden werden diese Schranken schnell abgebaut.

Prof. Jigoro Kano stellte die gesamte Judo-Ausbildung unter zwei Prinzipien:

  • Bester Einsatz von Körper und Geist
  • Durch gegenseitiges Helfen zum beiderseitigem Wohlergehen.

Durch diese Prinzipien wird Judo über den Stand des bloßen Zweikampfes hinausgehoben und verhindert, dass der Wettkampf zu einem reinen Kräftevergleich wird.

Betrachtet man den Inhalt dieser Sportart und somit die Judo-Techniken, so lassen sich diese wie folgt strukturieren: Fallübungen, Wurftechniken, Bodentechniken die wiederum aus Halte-, Würgegriffen und Armhebel bestehen. Eine typische Eigenart bei asiatischen Kampfarten ist es, den Weg vom Anfänger zum Könner in genau festgelegte Abschnitte zu unterteilen. Jeder Judoka trägt einen, seiner technischen Fähigkeiten entsprechenden farbigen Gürtel. Es wird zunächst grob zwischen Kyu (Schülergrad) und Dan (Meistergrad) unterschieden. Die Schülergrade beginnen nach der ersten Prüfung mit dem weiß-gelben Gürtel. Dann folgen in vorgeschriebenen Abständen Prüfungen zum gelben, gelb-orangen, orange, orange-grünen, grünen, blauen und braunen Gürtel. Mit dem braunen Gürtel müsste der Judoka etwa 60 - 80 Techniken beherrschen.

Die Gürtelfarben der Schülergrade sind wie folgt aufgebaut:

 

Kyu 8. Kyu 7. Kyu 6. Kyu 5. Kyu 4. Kyu 3. Kyu 2. Kyu 1. Kyu
Gürtelfarbe weiß weiß- gelb gelb- orange orange- grün blau braun
gelb orange grün

 

Dann beginnen die Meistergrade vom 1. - 5. Dan (schwarzer Gürtel), 6. 7. und 8. Dan (rot-weißer Gürtel) und 9. - 10. Dan (roter Gürtel). Unser Prüfungssystem im Deutschen Judo-Bund sieht Prüfungen bis zum 5. Dan vor. Für den 6. - 10. Dan gibt es keine Prüfungen mehr, die Graduierungen werden durch eine nationale oder internationale Kommission für außerordentliche Leistungen vergeben.

 

Dan-Grad 1. Dan 2. Dan 3. Dan 4. Dan 5. Dan 6. Dan 7. Dan 8. Dan 9. Dan 10. Dan
japanisch Shodan Nidan Sandan Yondan Godan Rokudan Nanadan Hachidan Kudan Jūdan
Gürtelfarbe schwarz schwarz schwarz schwarz schwarz rot- rot- rot- rot rot
weiß weiß weiß

 

Judo ist die am weitesten verbreitete, ursprünglich aus Japan stammende Kampfsportart. Seit 1956 werden Weltmeisterschaften ausgetragen.

Judo ist seit 1964 olympische Disziplin. Seit 1970 werden Frauen in der BRD offiziell als gleichberechtigt anerkannt, im gleichen Jahr findet die erste bundesdeutsche Frauenmeisterschaft statt.

Seit 10 Jahren ist Judo Schulsportart. Gerade Judo eignet sich dazu, die Bedürfnisse Jugendlicher nach körperlicher Auseinandersetzung in einer positiven Form umzusetzen. Judo ist besonders gut für Kinder geeignet, da es wie keine andere Sportart die Verantwortung für den Partner vermittelt. Unsere Kinderkurse werden von kompetenten Trainer und Trainerinnen betreut, welche die Kinder in spielerischer Weise an den Sport heranführen. Die Trainingsgruppen sind klein und auf das Alter der Kinder abgestimmt, um eine individuelle Betreuung gewährleisten zu können.

Judo ist ein Sport für große, kleine, dicke, dünne, schwache und starke Jungen und natürlich auch für Mädchen. Judo ist ein Sport, der sicher durchs Leben geleitet und in jedem Alter risikolos betrieben werden kann.

Die Judo-Abteilung des 1. Bruchsaler-Budo-Clubs war die erste Abteilung des Vereins, der als 1. Bruchsaler Judo-Club 1967 gegründet wurde.Von Anfang an lag das Hauptaugenmerk auf der Jugendarbeit. Denn etwa 80% der Mitglieder der Abteilung sind Kinder und Jugendliche.

So bietet der 1. BBC - als einer von zwei Vereinen im gesamten Kreis Karlsruhe - Judo für Vorschulkinder ab etwa drei Jahren an. Die Früchte dieser Arbeit zeigen sich in Wettkampferfolgen, die bis zu süddeutschen Meisterschaften reichen.

Wer mittrainieren möchte soll doch einfach mal in unserem Dojo (Sporthalle) vorbeikommen.